Medien
Die Panther der 35. Schweizer Jugendfilmtage sind vergeben
Mit rund 1,8 kg ist der „Springende Panther“ nicht ganz so schwer wie sein amerikanischer Verwandter „Oscar“ – Stolz und Freude der jungen Preisträger/innen sind jedoch mindestens ebenso gross.
Von Mittwoch bis Sonntag fanden im Theater der Künste in Zürich die 35. Schweizer Jugendfilmtage statt. Mehr als 3`000 Besucherinnen und Besucher sahen an fünf Tagen 57 Kurzfilme junger Schweizer Filmemacher/innen. Das Spektrum reichte von Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen zu Filmbeiträgen zum Thema „freiwillig“. Sie alle belegten, dass die Schweizer Jungfilmer/innen mit viel Einfallsreichtum ans Werk gehen.
Festival und mehr
Zu einem richtigen Festival gehören sie einfach dazu: Parties, Filmateliers, Symposium, Showcases und drei Langfilme ergänzten den Filmwettbewerb. Erstmals bot die Initiative „kamera.ton.bildung“ den vielen verschiedenen Akteuren aus dem Bereich der praktischen Filmbildung eine Plattform sich zu präsentieren und zu vernetzen.
Die Gewinner
Die Jury vergab je Kategorie drei Preise (1.-3. Platz). Zudem wurde ein bemerkenswerter Amateurfilm – kategorienübergreifend – mit der UNICA Medaille ausgezeichnet. Der Gewinnerfilm des Blindspot-Preises wird mit erweiterten Untertiteln versehen.
Den Springenden Panther für den besten Film pro Kategorie erhielten diese fünf Filme:
- Kategorie A, Jugendliche bis 16 Jahre: THE LETTER von Sandro Rossi und Marco Hunkeler, Thun BE.
- Kategorie B, Thema „freiwillig“ bis 19 Jahre: FREI UND WILLIG von Konfirmandenklasse Effretikon ZH.
- Kategorie C, Jugendliche bis 19 Jahre: DER SECHSTE TAG von Christina Welter, Oberbüren SG.
- Kategorie D, Jugendliche bis 25 Jahre: CAN I SAY SOMETHING? von Lorena Simmel, Biel BE.
- Kategorie E, Student/innen von Filmschulen, bis 30 Jahre: BAM TCHAK von Marie-Elsa Sgualdo, La Chaux-de-Fonds NE.
Weitere Preise
- UNICA Medaille, vergeben durch Schüler/innen der Punkt G Gestaltungsschule Zürich: DER SECHSTE TAG von Christina Welter, Oberbüren SG.
- Blindspot-Preis: LITTLE FIGHTERS von Ivana Lalovic, Zürich ZH.
- Spezialpreise gingen an ER KOMMT von Yann Bolliger ; (P)REISE von Ioan Gavrilovici; MARY GO ROUND von Bettina Setz und Anja Lazzeri; KWA HERI MANDIMA von Robert-Jan Lacombe
Countdown für die Schweizer Jugendfilmtage
In drei Wochen präsentieren die Schweizer Jugendfilmtage zum 35. Mal auf grosser Leinwand den Nachwuchs des Schweizer Filmschaffens. Aus über 260 eingereichten Kurzfilmen wählte die Vorjury 57 Werke für den Wettbewerb. Die Schweizer Jugendfilmtage bieten vom 9.-13. März 2011 aber noch mehr: Packende Langfilme, Atelierkurse für Kinder und Jugendliche und die Initiative zur praktischen Filmbildung «kamera.ton.bildung».
Über 2’300 Jugendliche aus der ganzen Schweiz haben im vergangenen Jahr bei den eingesandten Filmen mitgewirkt. Die Filme überraschen durch Kreativität und beeindrucken durch die technische Umsetzung. Vom Dokumentar- bis zum Experimentalfilm, von der Animation mit einfachsten Mitteln bis zum Abschlussfilm der Hochschule ist alles dabei, was das Publikum zu fesseln vermag.
Prominente Jury
Auch dieses Jahr werden Profis aus der Filmwelt die Wettbewerbsbeiträge beurteilen: Schauspielerin Marie Leuenberger (DIE STANDESBEAMTIN), Regisseur This Lüscher (HOSELUPF), Wolfram Knorr (Filmjournalist), Pirmin Marti (Musicsupervisor) und die letztjährige Drittplatzierte der Kategorie E, Corina Schwingruber (I OVO JE BEOGRAD). In jeder Kategorie wird einer der begehrten Springenden Panther vergeben. Es winken Preise im Gesamtwert von CHF 15'000.-.
Vielfältiges Rahmenprogramm
Gezeigt werden auch lange Filmen junger Filmemacher/innen. So eröffnet ALL THAT I LOVE im Kino Riffraff als Vorpremiere das Festival. Fabian Kimotos THE RISING SUN und fünf auserwählte Dokumentarfilme ergänzen das Programm. Mit vielfältigen Kursen können sich Anfänger und Fortgeschrittene von sechs bis 25 Jahren auf dem Gebiet Film und Schauspiel weiterbilden: Für die Kleinen gibt es eine freie Vorführung der Zauberlaterne und den Filmkids-Kurs „Action Express!“. Für 15-25-Jährige gedacht sind Schauspiel- und Schauspielführungskurs der ZHdK. Weitere Angebote sind ein Schnitt- und ein Kameraworkshop.
«kamera.ton.bildung»
Neben der Nachwuchsförderung steht das Thema der Filmbildung im Fokus der diesjährigen Jugendfilmtage. «kamera.ton.bildung» ist eine Initiative der Schweizer Jugendfilmtage mit Unterstützung durch das Bundesamt für Kultur. Sie liefert Impulse für die praktische Filmbildung und für die produktive Arbeit mit Film – ein wichtiger Bestandteil der Medienpädagogik. «kamera.ton.bildung» will die Vielfalt der Filmbildungsinstitutionen aufzeigen, bisher isolierte Akteure aus dem In- und Ausland vernetzen und neue Projekte anregen. Plakate entlang der Gessnerallee portraitieren Initiativen aus der ganzen Schweiz und Gäste aus Spanien, Deutschland und den Niederlanden präsentieren mit Filmbeispielen ihre Projekte.
„Wo bitte gehts hier denn zum Film?“
Selbst für erfahrene Schauspielerinnen und Regisseure ist der Weg ins Filmgeschäft undurchsichtig und schwer verständlich. Wie bereite ich mich auf den ersten Schritt ins Filmbusiness vor und welche weiteren Schritte sollten dann erfolgen? Das Symposium „Wo bitte gehts hier denn zum Film?“ beleuchtet ganz pragmatisch die ersten Schritte ins Filmbusiness. Es erfolgt in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.
Detailprogramm der 35. Schweizer Jugendfilmtage
Adressen, Fotos, Interviewpartner und Previews vermitteln wir gerne auf Anfrage.
Kostenlose Filmworkshops
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Die Schweizer Jugendfilmtage unterstützen Schulklassen und Jugendgruppen bei der Erstellung eines Filmes zum Thema «freiwillig». Die produzierten Filme haben die Chance, an den 35. Schweizer Jugendfilmtagen im März 2011 dem Publikum vorgeführt zu werden.
«freiwillig»
Wir übernehmen das Thema vom Europäischen Jahr der Freiwilligenarbeit 2011. Dieses will die gesellschaftliche Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit sichtbar machen und freiwillig Engagierte würdigen. Mit den kostenlosen Workshops können die Jugendlichen darauf aufmerksam gemacht werden, welche Bedeutung die Arbeit von Freiwilligen für sie und die Gesellschaft hat. Die Jugendlichen setzen sich mit Hilfe des Workshops nicht nur mit einem bedeutenden Thema auseinander, sie lernen, ihre Ideen und Meinungen filmisch umzusetzen.
Die teilnehmenden Gruppen erhalten drei Tage inhaltliche und technische Unterstützung durch kompetente Fachpersonen. Die Workshops sind individuell planbar: Die Fachpersonen kommen zu vereinbarten Terminen zu den Gruppen in die Schule, den Jugendtreff oder nach Hause.
Am 06.09.2010 findet in Zürich ein Einführungstag «Von der Idee zum Film» für die verantwortlichen Personen der Gruppen statt.
Anmeldeschluss ist der 29. August 2010. Anmeldung und genauere Informationen auf:
http://www.jugendfilmtage.ch/workshops
Bilder: http://www.jugendfilmtage.ch/images/ws_bilder.zip
Patric Schatzmann – Festivalleitung
T: +41 44 366 50 12
E: info@jugendfilmtage.ch
I: http://www.jugendfilmtage.ch

